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Das neue Bündner
Jagdgesetz, welches seit dem 1.9.1989 in Kraft ist, brachte bezüglich Kaliber
keine Änderung. Weiterhin ist vorgeschrieben, dass für die Hochjagd einläufige
Büchsen ohne Magazin mit einem Kaliber von mindestens 10,2 mm geführt werden
müssen. Man war also nicht bereit, von diesem, doch eher veralteten Kaliber
abzuweichen. Das hiess nun, dass auch weiterhin Patronen in diesem Kaliber
produziert werden müssen. Dynamit Nobel AG hat deshalb im Jahre 1989 ein
Versuchslos hergestellt mit Vollmantelgeschossen (VMS). |
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Kegelspitzgeschossen (KS)
und Scheibengeschossen (SG). Die Patrone hat neu eine Boxerzündung. Der
Patronen-Hülsenboden ist oben mit dem Hersteller „RWS“ und unten der
Kalieberangabe „10,3 x 60 R“ gekennzeichnet. Die Patronen haben einen Inhalt von
20 Patronen. Entsprechende Versuche bei den Behörden und Jäger haben gezeigt,
dass die RWS-Patronen sehr präzise sind. Sie sind zudem rasanter als die
M+FA-Patronen und liegen deshalb auf 100 m rund 8 bis 12 cm höher. Probleme
ergaben sich wegen dem vergleichsweise dicken Rand insbesondere bei
Kipplaufwaffen und Waffen mit Fallbockverschlüssen. Ein zweites Versuchslos hat
Patronen mit einem schmaleren, abgerundeten Rand und einer breiteren
Auszieherrille gebracht. Damit sind die Probleme beseitigt und es scheint, dass
für die Bündner Jäger ein geeigneter in ihrem exklusiven Kaliber zur Verfügung
stehen wird. |